Innenhaltung
Wir sind keine Freunde von Gitterkäfigen, sie sind fürs Tier nicht optimal, und meist viel zu klein, Platzmangel sorgt für Stress und Krankheiten.
Sollten Sie sich dennoch für einen solchen Käfig entscheiden, empfehle ich eine Größe ab 140cm x 60cm für 2 Tiere, mit zusätzlicher Auslaufmöglichkeit.
| Für die Haltung von Böckchengruppen, sollte überlegt werden, ob sich nicht ein Etagenstall besser eignet, damit sie sich auch mal aus dem Weg gehen können. Bauen Sie sich einen Stall aus einem Regal, einem Kleiderschrank oder einer Kommode. |
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www.kleintiervilla.de |
Auf meiner Homepage finden Sie unter Tipp Links einige Internet Adressen, auf denen andere Meeri Liebhaber ihre Eigenbauten und Ideen zur Haltung vorstellen. Schauen Sie dort mal rein und bauen Sie ganz einfach etwas selber, oft ist es auch kostengünstiger. Die Eigenbauten geben einem in der Regel eine bessere Sicht auf die Tiere. Sicher haben oder können Sie einen alten Schrank, ein Regal oder ähnliches mit Ihren Ideen gestalten.
Für die Einrichtung, stellt unser Shop eine gute und artgerechte Auswahl zur Verfügung.
Meeris sind überaus aktive und bewegungsfreudige Tiere, deshalb gilt, umso größer, desto besser. Ansonsten können Sie mich gerne nach Ideen und Vorschlägen fragen. |
Geeigneter und artgerechter sind also große Eigenbauten. Bei Platzmangel kann man diese als Etagenställe herrichten.
Ein zusätzlicher Auslauf für die Tiere sollte aber möglich sein. Wollen Sie die Tiere nicht in der ganzen Wohnung frei laufen lassen, bieten sich flexible Gehege zum zusammenklappen an. Schaffen Sie einen Ausgang an der unteren Etage zu diesem Gehege und stellen es zur erweiterten Auslauffläche zur Verfügung. Bei Dauerbenutzung legen Sie eine Teichfolie darunter (Nässeschutz).
Link Tipp: Qualitativ super Innenställe, nicht günstig, aber Preis-Leistung stimmt. Oder einfach die Ideen ansehen unter www.kleintiervilla.de
Außenhaltung
Außenhaltung ist sowohl halbjährig, als auch ganzjährig möglich. Eine Außenhaltung bedeutet aber auch, dass Sie mehr Arbeit damit haben. Jedoch sollten dabei einige Dinge beachtet werden:
Halbjährig:
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Meeris erst in die Außenhaltung, wenn kein Bodenfrost mehr herrscht.
langsames Anfüttern von frischem Grün. Schutzhütten brauchen nicht isoliert sein. |
Ganzjährig:
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Isolierte Schutzhütten, alte, kranke und tragende Tiere sollten im Winter vor Kälte geschützt werden. Die Tiere im Winter nicht kurzzeitig (z.B. ein paar Tage) mit in die Wohnung nehmen. Zu starke Temperaturschwankungen könnten eine Erkältung zur Folge haben. Im Winter darf auch ruhig mal etwas Trockenfutter gereicht werden. |
Für beides gilt: Mindestens 2 Tiere, den Langhaartieren im Sommer das Fell kürzen, Schattenplätze einrichten, tägliche Gesundheitskontrolle. Frischfutter mehrmals täglich in kleinen Mengen, eingefrorenes Wasser 3xtäglich erneuern. Im Winter bitte keine Nippelflaschen verwenden, da die Tiere mit der Zunge hängen bleiben könnten. Die Schutzhütten dürfen nie feucht werden und müssen immer mit ausreichend Heu frisch eingestreut sein. Ein großer Auslauf ist wichtig, damit die Tiere sich bewegen können, um ihre Körpertemperatur zu halten. Abwechslungsreiche Einrichtung, einen Sammelplatz für Futter und große Unterschlüpfe mit 2 Eingängen sollten vorhanden sein. Die Gehege sollten Einbruchsicher sein, das heißt, gegen Marder, Katzen oder andere Tiere. Dazu sollte man ein Engmaschiges Gitter verwenden und das Gehege sollte bei Dauernutzung auf jeden Fall ein Dach haben.
Im Sommer
Hohe Temperaturen im Sommer machen den Meeris zu schaffen. Um Hitzschlägen und Kreislaufproblemen vorzubeugen sollten Sie für kühle, schattige und gut belüftete Ruheplätze sorgen.
Tipps:
- Kacheln oder Natursteine in den Stall oder das Gehege legen.
- Plastikflasche zu ¾ mit Wasser füllen und einfrieren. Die gefrorene Flasche mit einem Handtuch umwickeln und in den Stall oder das Gehege legen. Wenn es sehr warm ist legen sich die Tiere neben die Flasche. (Entsprechende Methode auch mit einem Kühlakku möglich).
- Die Unterstände und Häuser sollten so gestaltet sein, dass eine gute Belüftung der Innenräume gewährleistet ist.
Eine Information über Böckchenhaltung:
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Allgemein ist zu sagen, das Böckchen oft die schlechteren Chancen haben vermittelt zu werden und deshalb möchte ich hier kurz klären, das Böckchengruppen auch eine schöne Alternative zu Weibchen oder gemischten Gruppen sind.
Am besten ist es, man kauft mind. 2 oder mehrere Böckchen, am besten etwas Altersunterschiedlich, zumindestens sollte ein Altbock vorhanden sein, dann ist die Rangordnungsfrage bereits geklärt. Manchmal lassen sich auch gut 2 kleine Böckchen zusammen halten, wobei hier in den Pubertätszeiten, Rangordnungskämpfe entstehen können. |
Sie lassen sich in dem Alter noch ohne große Probleme Vergesellschaften.
Hat man schon einen älteren Bock, ist es schwierig einen anderen älteren Bock an ihn zu gewöhnen.
Rangordnungskämpfe!
Hier sollte man entweder einen Babybock kaufen, der noch als Pseudoweibchen (4-8 Wochen alt) eingestuft wird oder man lässt den älteren Bock kastrieren (Wartezeit) und setzt ein Weibchen dazu.
Wenn zwei unkastrierte Böcke sich nicht verstehen, dann hilft eine Kastration meist nicht!
Sozialverhalten hat bei Meeris nichts mit dem Hormonhaushalt zu tun. Es hängt aber stark von ihrer bisherigen Haltung und ihrem Charakter ab. Soziale Bindung und Erziehung innerhalb einer Gruppe.
Folgende Regeln sollte man bedenken:
Zwei Böcke brauchen viel Platz, also mind. einen Käfig 140*60cm. Ein größerer Käfig oder Gehege, vielleicht selbst gebaut wäre in jedem Fall besser.
Ideen findet ihr dazu unter www.mel-s.de
Etagen Käfige eignen sich am besten für die Böckchenhaltung.
Zwei Häuser oder eine dunkle Etage und 2 Heuraufen, sonst gibt es evtl. Streit (Revierbildung)
Zwei Jungböcke verstehen sich oft ein Leben lang. Es kann aber im Alter von 2-3 Mon., 6 Mon. und 12 Mon. (Pubertät) zu kleinen Rangkämpfen kommen. Sollten hier keine großen Verletzungen auftreten, bitte die Böckchen nicht trennen.
Mehrere Futterstellen und 2 Trinkflaschen sollten vorhanden sein.
Sicherheitshalber sollten keine Weibchen im selben Raum leben (Rangkämpfe) Ausnahmen gibt es auch hier, sollte aber nicht drauf angelegt werden.
Bockgruppen gelten gegenüber Weibchengruppen oft als nicht so zickig und friedlicher.
Oft werden Böckchen auch zahmer als Weibchen.
Ausnahmen:
Im Zusammenleben gibt es immer mal wieder auch Ausnahmen.
Eine mir bekannte stelle ich euch vor:
Meine Nachbarin kaufte sich vor Jahren ein Meeri Pärchen im Zoohandel.
Wie so oft, waren diese vorab nicht getrennt und so war das Weibchen schon tragend.
Sie ließ den Bock kastrieren. Das Meeri Mädchen bekam 2 Babys, ein weibliches und ein Böckchen.
Das Böckchen ließ sie als Frühkastrat dabei.
Die kleine 4 Gruppe lebte jahrelang ohne Probleme zusammen.
Nach Jahre waren alle verstorben, bis auf das Böckchen aus dem Wurf.
Es wurde ihm jetzt ein Babyböckchen dazugesellt, das klappte hervorragend.
Das zeigt aber auch, wie wichtig es ist, dass die Tiere in der Gruppe ein gutes Sozialverhalten lernen. Toll!
Gruppenformen:
Inhalt:
Vorwort: Ein neues Meeri zieht ein!
1. Gruppenhaltung
2. Bockgruppen
3. Weibchengruppen
Ein neues Meerschweinchen zieht ein!
Es ist soweit - ein weiteres Meerschweinchen zieht ein! Doch soll es nun ein Bock, ein Weibchen, ein erwachsenes oder junges Tier sein?
Als erstes muss natürlich abgeklärt werden, ob das neue Meeri nun tatsächlich ein Weibchen oder nicht doch ein Böckchen ist. Ist dieser Umstand einwandfrei geklärt, hat der entschlossene Halter die Wahl zwischen einer rein gleich-geschlechtlichen (Weibchen oder Böcke), aber auch gemischt-geschlechtlichen Gruppe (ein Bock(Kastrat) und ein/mehrere Weibchen).
Alle anderen Konstellationen sind eher etwas für erfahrene Meeri Halter.
Diese Konstellation ist in Meerschweinchenkreisen am weitesten verbreitet: |
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Die Weibchengruppe
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Leider zum Leidwesen vieler Böckchen, da diese oft in der Vermittlung bleiben.
Bei Meerschweinchen-Weibchen spielt das Alter des schon vorhandenen bzw. des Neuankömmlings meist kaum eine Rolle.
Man sollte allerdings vermeiden charakterliche Extreme in einen Stall zu setzen. Andernfalls wird das besonders freche das besonders sanfte Meerschwein mit Vorliebe traktieren. Es passiert zwar nicht wirklich etwas, jedoch wirkt das lange, durchdringende Abwehr-Fiepen des belästigten Schweinchens auf den Halter ziemlich nervend und ist für das Tier auch nicht besonders entspannend. |
In Weibchen-Gruppen geht es in der Regel recht ruhig zu, wobei das Hauptinteresse scheinbar dem Futter gilt. Das kann sich schlagartig ändern, sobald eine der Damen aufnahmebreit ist bzw. wird (ca. alle 14 - 18 Tage für ein paar ca. 12 Stunden). Dann kann es sein, dass eigentlich Bock-typisches Werbeverhalten (knattern, wiegender Hintern, bedächtiger Stelzschritt) und Aufreiten zu beobachten ist. Meist von dem Weibchen, das "heiß" ist/wird.
Das beruhigt sich, wenn man noch ein kastriertes Böckchen in der Gruppe hält, da zeigt sich dann auch ein viel interessanteres Sozialverhalten in der Gruppe.
Die Böckchengruppe
Bei Böcken ist die Vergesellschaftung mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen etwas komplizierter, aber selten unmöglich. Fingerspitzengefühl, Geduld und Beobachtungsgabe sind gefragt.
Am besten und einfachsten ist es, dem alten Bock ein Babyböckchen (4 bis 8 Wochen alt) zur Gesellschaft zu geben.
Siehe auch Bockgruppen Extra! |
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Die Vergesellschaftung zweier erwachsener Böcke ist zwar auch hin und wieder möglich, dem Anfänger allerdings nicht zu empfehlen. Hier spielen der Charakter, Sozialisation (im besten Falle sind beide schon in einem Bockrudel aufgewachsen) und nicht zu letzt gegenseitige Sympathie eine wesentliche Rolle. Eine Kastration geschlechtsreifer Böcke ändert im Verhalten gegenüber anderen Böcken nichts, ist daher im Hinblick auf Verträglichkeit mit ihresgleichen überflüssig.
Das Zugesellen eines weiteren (Baby-) Bocks in eine schon gefestigte Erwachsenen-Gruppe ist nicht zu empfehlen, da dadurch das Gruppen-Gefüge meist gekippt wird und wieder ganz neu aufgebaut werden muss. Das kann dazu führen, dass die bisherige Harmonie völlig zerfällt und Böcke, die sich vorher prächtig verstanden haben, sich nun bis aufs Blut bekämpfen!
Ganz wichtig ist es, dass eine Bockgruppe keinen Kontakt zu Weibchen haben darf. Schon gar nicht um mal eben Nachbars Meerschweine-Dame zum Nachwuchs zu verhelfen! Damit stellt man die Männerfreundschaft auf eine harte Probe, meist endet sie in bösen Beißereien.
Bock-Gruppen zeigen im Vergleich zur Weibchen-Gruppe mehr Verhaltensweisen, wirken wesentlich aufgeweckter.
Es wird imponiert, geworben und viel erzählt, es werden Rennen veranstaltet und kleine Schein-Gefechte ausgetragen. Oft sind es gerade die Böcke, die durch ihr mutiges Verhalten schnell handzahm werden und sich auch gerne mal am Köpfchen kraulen lassen.
Die gemischte Gruppe
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Die optimalste Form ist natürlich eine gemischte Gruppe (ein kastrierter Bock und ein/mehrere Weibchen). Hier ist immer etwas los! Das gesamte Verhalten und sämtliche Lautäußerungen, wozu ein Meerschweinchen fähig ist, können beobachtet und vernommen werden.
Zickige Weibchen werden verträglich, rauflustige Böcke charmant und nachsichtig. |
Eine wichtige Vorraussetzung dieser Gruppenhaltung ist natürlich, dass der Bock schon Wochen (4-6), bevor er zu dem/n Weibchen gesetzt wird, kastriert worden ist! Andernfalls kommt es zu unkontrollierter Vermehrung der Meerschweinchen, die weder der Gesundheit der Tiere (speziell natürlich der Weibchen, vor allem, wenn diese schon älter sind) noch dem Halter (kostet jede Menge Zeit, Platz und Geld) zuträglich ist!
Auch die kontrollierte Zucht ist gut zu überdenken! Junge Meerschweinchen sind selten so leicht unterzubringen, wie der begeisterte Halter vorher denkt. Auch wenn es sich nur um einen einzigen Wurf handelt. Viele Dinge sind vorher zu bedenken und zu erlernen!
Nebenbei: Mit einer guten, gesunden Zucht ist kein Geld zu verdienen!
Beschäftigung der Meerschweinchen:
Die Außenhaltung sollte durch die Einrichtung des Geheges sehr abwechslungsreich sein und öfter geändert werden, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.
In der Innenhaltung kommt es auch darauf an, dass die Meeris eine gewisse Beschäftigung haben, da hier die äußeren natürlichen Reize fehlen.
Sie haben zwar keinen hohen Spieltrieb, aber man kann sie etwas arbeiten lassen, um an ihr Futter zu kommen.
Zum Beispiel:
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