Verhalten:
Lautes Quieken
Dies kommt eigentlich nur vor, wenn Futter gewünscht wird, also eigentlich immer, wenn der Futtergeber in Sichtweite ist. Eine extreme Variante benutzen Meeribabys um ihre Mutter zu rufen. Die Älteren dagegen auch aus Angst oder Panik.
Leises Quiezen und Muckmuck-Laut
Meeris unterhalten sich und fühlen sich anscheinend sehr wohl.
Lautes Quiezen
Eher ein Streitgespräch, das meist aber harmlos verläuft und die Meeris sich anschließend aus dem Weg gehen.
Brommseln
Diese Art der Laute hören sich knatternd und brummend an, oft machen es die Böckchen oder dominantere Weibchen. Bei den Böckchen ist es eine Art Werbung um das Weibchen, oder auch eine Art Streitschlichtung zwischen den Weibchen. Hierbei wird auch meist der Kopf gesenkt und seitlich mit dem Hinterteil gewogen. Es kann aber auch der Anfang eines Streites sein.
Gurren
Leises Gurren ist eine Art Beruhigungslaut und wird vom Mensch eher als Wohlfühllaut verstanden. Er dient dazu andere Meerschweinchen oder auch den Menschen zu beruhigen, um zu verhindern, dass etwas getan wird, was das Meerschweinchen nicht möchte.
Zähneklappern
Ist meist eine Art Warnung oder Drohung zur Klärung von Rangordnungs-streitigkeiten. Der Mensch wird z.T. auch angeklappert, wenn das Meeri etwas nicht möchte oder es ahnt, dass Sie etwas tun wollen, was es überhaupt nicht mag. Ich habe aber festgestellt, dass dies nur sehr mutige oder dominantere Meeris gegenüber dem Menschen tun.
Zirpen
Es hört sich an wie lautes Vogelzwitschern. Bei unseren Hausmeerschweinchen kommt es allerdings sehr selten vor. Von meinen 25 Tieren machen es zwei. Es gibt unterschiedliche Definitionen, warum dieser Laut ausgestoßen wird. Bei meinen Tieren habe ich eher das Gefühl, dass sie aufgeregt sind. Pauline macht es meist, wenn ich mit Futter komme.
Man sagt auch, dass alle anderen Meeris dann in eine Art Starre fallen. Bei meinen Tieren sind es von 25 Meeris aber nur die Hälfte, die anderen reagieren gar nicht.
Körpersprache:
Körperstarre
Das Meerschweinchen hat große Angst. Beruhigen Sie es, am Besten nicht streicheln. Sollte es in der Gruppe vorkommen, beobachten Sie genau woran das liegen mag, z.B. Rangordnung, Vergesellschaftung oder ähnliches.
Kopf hoch schlagen
Das heißt beim streicheln, dass das Meeri dies überhaupt nicht möchte. Untereinander ist es eine Drohgebärde „Lass mich in Ruhe“.
Popcornen, Luftsprünge, wildes Rumlaufen
Das Meeri hat Lebensfreude, Übermut und fühlt sich wohl. Junge Meerschweinchen machen es öfter, ältere dagegen nicht mehr so häufig. Ich habe es oft bei Tieren erlebt, wenn sie aus schlechter Haltung zu mir kommen und sie nach ein paar Tagen Eingewöhnung merken, dass es hier für ein Meeri Herz nicht nur leckeres Futter, sondern auch eine Menge Platz zum Laufen gibt. Das ist für mich immer eine große Freude. Ich hatte eine ältere Meerschweindame aufgenommen, welche 3 Tage nur gehüpft ist. Man sollte jedoch auch beobachten, ob das hüpfen auch andere Ursachen habe könnte, wie z.B. Juckreiz, Schmerzen.
Aufreiten
Ranghohe Weibchen und Böcke tun dies. Die Böcke meist, wenn die Weibchen ihre „Hitze“ haben, wobei es gewöhnlich mit einer Art Liebesspiel verbunden ist. Gleichgeschlechtliche Tiere machen es aus Gründen der Rangordnung, oder wegen des Sexualtriebes.
Kuscheln
Meist kuscheln nur Babys und junge Meeris miteinander. Ältere halten in der Regel etwas Abstand zueinander, was aber nicht heißt, dass sie das Gruppengefüge nicht brauchen.
Urin spritzen
Es ist eine Abwehrreaktion, vor allem bei Weibchen, wenn der Bock zu sehr nervt. Oder aber auch bei gleichgeschlechtlichen Tieren, wenn diese sich bedrängt fühlen.
Hintereinander herlaufen/jagen
Das gibt Sicherheit in der Gruppe auf Erkundungstouren. Das mutigste geht voraus. Meeris jagen sich auch, z.B. wenn der Bock oder ein anderes Meeri aufreiten will. Der Neuling in der Gruppe wird oft gejagt, wenn er sich nicht beschnuppern lassen will.
Flucht
Der Urinstinkt der Meeris, läuft eins, laufen meist alle. Sie machen es auch, wenn sie wissen, der Mensch möchte sie hoch nehmen, denn dies mögen sie eigentlich nicht.
Käfiggitter knabbern oder Dauertrinken
Das kann verschiedene Ursachen haben, meist entsteht es aus Langeweile (stereotypische Suchthandlung). Es ist nur schwer wieder abzustellen. Beschäftigung, viel Platz und Abwechslung sind aber eine gute Voraussetzung.
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